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Hier stehen Sie vor der Pforte, dem Eingang zu unserem Kirchraum.

Es handelt sich hierbei um eine "Schwingtüre" aus Eiche. Die Türe selber hat kein Schloss. Wer hier steht kann in der Regel auch hereinkommen. Sei es zum Gebet, zum Gottesdienst oder einfach nur um sich zurückzuziehen oder sich umzuschauen. 

Sie kennen das doch sicherlich auch! Man ist im Urlaub oder in einer fremden Stadt und würde sich gerne einmal die Kirche von innen ansehen. Sei es um eine Kerze anzumachen oder einfach nur aus Interesse. Und dann steht man vor der geschlossenen Kirche. Schade, denkt man, und geht weiter. Viele Gemeinden haben sich der Aktion "Offene Kirche" angeschlossen, womit sie sich verpflichten über etliche Stunden am Tag die Kirche offen zu halten. Da unsere Kirche im Gemeindehaus ist und dieses werktags eigentlich sehr oft auf ist, hat man eine realistische Chance sich unseren Kirchraum, nicht nur während des Gottesdienstes, anzuschauen.

 

Die Türe läßt sich in beide Richtungen öffnen. Anstatt einer Türklinke schieben oder ziehen Sie an den geschmiedeten Eisenstangen.

Jetzt sind Sie in unserem Kirchraum und können Ihre Blicke schweifen lassen. Auf dem ersten Blick können Sie erkennen, das unser Kirchraum etwas anders ist als Sie es vielleicht erwartet haben. Er ist nicht, wie in vielen Ev. Kirchen , mit weißen Wänden, sondern mit "Backstein". Die Materialien, die hier verbaut sind, bestehen aus Holz, Backstein, Beton, Schmiedeeisen und Glas bzw. Fenster mit Bleiverglasung. Direkt links neben dem  Eingang finden Sie einem Hinweis auf eine Induktionsschleife für Hörgeschädigte. Die Induktionsschleife ist mit der Verstärker und Lautsprecheranlage gekoppelt. Ich finde es immer sehr schön, wenn mich jemand fragt ob das denn funktioniert. Meine ehrliche Antwort ist dann: "Keine Ahnung, da ich kein Hörgerät habe, kann ich das auch nicht wirklich testen". Ab und zu frage ich dann ein Gemeindeglied mit Hörgerät, ob er sich als Testperson zu Verfügung stellen möchte. Und es klappt tatsächlich -meistens-.!

 Die Gesangbücher befinden sich auch direkt links vom Eingang. Ebenso die Verstärkeranlage für die Lautsprecher und die Anlage zum Bedienen der Glocken. Das ist sozusagen mein sonntäglicher Arbeitsplatz.

 

Sie werden auch feststellen, dass es in unserem Kirchraum ein wenig "Bergab" geht. Wenn Sie am Eingang stehen, ist die Kanzel fast auf gleicher Höhe und die Sitzreihen links und rechts sind wie in einem Halbkreis angeordnet. Ganz untypisch für ein Gemeindehaus aus dieser Zeit ist sicherlich, dass wir hier keine Bestuhlung, sondern Bänke haben. Diese können auch nicht viel verschoben werden. Zum einen sind sie sehr schwer und zum Anderen sind sie dem Gefälle in der Kirche angepaßt. Die Bänke sind, wie auch der Ambo auf der Kanzel, aus kanadischer Eiche gezimmert.

 

 

Da die Bänke wie im Halbkreis angeordnet sind, werden die Bänke zum inneren Kirchraum hin, etwas kürzer. Das ist vor allem für mich eine Erleichterung. Denn wenn ich eine Leiter zum Auswechseln der Leuchtmittel aufstellen muss, werden die Bänke ein wenig verschoben. Und ich kann Ihnen sagen: "Die langen Reihen sind ganz schön schwer". So wie es sich für Eichenholz gehört.

Zwischen den Bänken führt der Gang ins Zentrum des Raumes hin zum Altar mitBibelund zum Kreuz hin. Der Altar mit angrenzendem Taufbecken steht auf schmiedeeisernen Füßen. Das Kreuz ist ein einfaches dunkles Holzkreuz, welches je nach Jahreszeit wechselt mit einem bunten Kreuz, das in einem Konfirmandenprojekt hergestellt wurde. Auch der Altar war nicht immer so. Der ursprüngliche Altar war ein Achteckiger Altartisch aus kanadischer Eiche mit vier schweren schmiedeeisernen "Füßen". Ich fand den achteckigen Altartisch auch schöner (meine persönliche Meinung).

 

 

Bei Taufen wurde eine Taufschale auf den Altar gestellt. Da man die Taufe aber mehr in den Vordergrund rücken wollte, hatte man sich dazu entschlossen einen festen Platz für die Taufschale zu finden. Daraufhin ist der Altar umgebaut wurden. Der Altar wurde zu einem sechseckigen Altar mit einer langen Seite zur Kreuzwand hin umgebaut. Jetzt steht der Altar auf drei der vorhandenen Schmiedeeisernen Fußen. Passend dazu hat man einen Tisch für die Taufschale gemacht. Das "Taufbecken" hat den übrigen Fuß des alten Altars und sollte zuerst auch separat stehen. Doch es hat sich, trotz des schwerden Fußes, als nicht so standsicher ergeben, sodaß das Taufbecken nun direkt am Altar steht.

 

  

 

Konfirmandenreuz

Das "Konfikreuz", ein von Konfirmanden gefertigtes Kreuz, hängt in der Sommerzeit hier und ist ein toller Kontrast zur Backsteinwand.(Ansonsten hängt dieses bunte Kreuz im sogenannten Unterrichtsraum im Jugendbereich) Die Kanzel ist auf der linken Seite des Altars. Auf der rechten Seite steht die  ORGEL.

So kommt es, das wir immer von der Kanzelseite und der Orgelseite sprechen, wenn wir den Kirchraum bzw. die Sitzreihen bezeichnen.

 

 

 

Die 'Kanzelseite' ist auch geprägt von einem Bild, was die Gemeinde gestifftet bekommen hat und vor allem von dem großen "Christusfenster". Das Christusfenster und das auf der Orgelseite befindliche 'Noahfenster' bringen Licht in den Kirchraum und weisen gleichzeitig hin auf das Alte- und das Neue Testament.

 Das Christusfenster liegt auf der Ost- Seite des Kirchraumes und die Sonnenstrahlen brechen sich am Morgen bis zum frühen Mittag in dem Fenster. Einen besonderen Reitz hat allerdings das Noahfenster, vor allem bei schönem Sonnenuntergung im Sommer. Dann bricht das Licht die Farben des Fensters, welche sich auf der Backsteinwand wiederspiegeln. Dieses Schauspiel lädt zum Verweilen ein. 

 

 

 Die Fenster wurden von dem Künstler E. Keller entwurfen und gefertigt. Die intensiven Farben geben dem Raum einen schönen Rahmen. Das Christusfenster wird von mir in der dunklen Jahreszeit von innen angestrahlt, sodass man im Dunklen von weitem schon erkennen kann, dass hier der Gottesdienstraum ist. Das Noahfenster hat auch eine weitere Bedeutung. In unserem Kirchensiegel ist die Arche mit Taube zu sehen. Natürlich haben die großen Fenster einen kleinen Nachteil, den ich hier nicht verschweigen möchte. Wenn der Sommer so richtig heiß ist, wird es bei uns im Kirchraum also mehr als ....kuschelig... warm. (Aus diesem Grund habe ich auch schon einmal einen Eiszuschuss beantragt, der in heißen Sommertagen auch schon von unserer Pfarrerin genehmigt wurde :-))Sicherlich ist das warme Sommerwetter für unsere Orgel nicht immer von Vorteil. Aber der 'Arbeitsplatz' unseres Organisten wird von ihm vorbildlich gepflegt und betreut.

Das heutige Instrument wurde 1978 von der Orgelbaufirma Karl Schuke, Berlin, er­stellt und zunächst in die erste Kirche, dem Melanchthonhaus, eingebaut. Später wurde die Orgel in das jetzige Gemeindezentrum übernommen, wo sie, abgesehen von einer räumlichen Anpassung ihrer Intonation, unverändert steht. 2    Die Orgel ist vor allem wegen ihrer dem kleinen Kirchenraum in vollem Maße entsprechenden Proportionen sehr interessant. Während durch die breite Gesamtform die Wand mit Hilfe des Instruments ausgeschmückt wird, erhält der Raum durch die im Prospekt sichtbaren Holzpfeifen des Subbasses 16' eine warme, beinahe wohnliche Atmosphäre, die durch den Altartisch und nicht zuletzt durch die im ganzen Gemeindezentrum eingezogene "Decke" unterstrichen wird.

 

 

 Links neben der Orgel, zwischen Orgel und Osterkerze, haben wir eine kleine Steinwand als Kerzenwand errichtet. Hier kann man nach Bedarf ein kleines Teelicht entzünden .  Sehr beliebt sind die Lichter z.B. bei Gottesdiensten zur Tauferinnerung oder zur Erinnerung an  liebe Menschen.

 

 

Kanzel

Zwischen Kanzel und Christusfenster sehen Sie auf ein großes Bild. Das Bild ist eine Schenkung und es ist ein Weihnachtsbild mit einem großen Barockrahmen. Ob das Bild mit oder ohne Rahmen dort Platz hat, war bei uns eine große Diskussion. Es gab sogar eine kleine Gemeindebefragung. Durch den Rahmen ist das Bild sehr auffällig.  Oft werde ich gefragt wieso ein solch großes Weihnachtsbild, das eigentlich nicht für diesen Kirchraum gemacht ist, hier aufgehängt wurde. Meistens antworte ich darauf, dass es sich nicht ausschließlich um ein Weihnachtsbild handelt, sondern auch um  ein Bild welches  Ostern mit einbezieht, zumindest wenn man den Korb mit den Eiern betrachtet :-). 

Wie kam das Bild an die Wand? Ich kann mich noch gut erinnern, als das Bild ohne Rahmen dort hing, konnte man es locker an einen einfachen Haken hängen. Doch der Beschluss der Gemeinde, dass Bild mit entsprechendem Rahmen aufzuhängen, hatte so seine kleinen Hindernisse. Der Rahmen war nicht leicht und ein einfacher Haken war wohl nicht die richtige Wahl. Also wurde ein Schwerlastdübel besorgt und das Bild konnte aufgehängt werden. Ich besorgte mir auch eine Hilfe. Und zwar den Hausmeister der Grundschule, welchem ich auch gelegentlich zur Hand gehe, wenn er mich braucht. Wir stellten  auf die Bodenschräge zwei Leitern und begannen mit der Aktion "Bild aufhängen". Es war schon eine rechte Akkrobatennummer. Das Bild war verdammt schwer und das Stahlseil wollte auch nicht direkt hinter den Haken. Freihändig auf der Leiter, dass Bild schon ein wenig aus den Händen gerutscht, gabt es ein Knacks-Geräusch. Wir, sahen uns an...war es einer von uns oder das Bild, welches da knackte? Wir beschlossen, dass es wohl das Bild war. Als es endlich hing waren wir und einig: Das Bild holen wir da nicht mehr herrunter. Entweder es fällt von alleine herrunter, oder jemand anderes kann es machen. Inzwischen weiß ich, dass in den Museen teilweise kleine Minikrahnen für solch schwere Bilder eingesetzt werden. Also sollte jemand das Bild entwenden wollen, sollte er schon mal einen Gabelstapler bereitstellen :-). Übrigens ist das Bild auch unversehrt und wir wissen bis heute nicht, was geknackt hatte.

 

Unser Kirchraum ist eigentlich sehr schlicht gehalten und doch gibt es  viel zu sehen. Aber wie das sein sollte, möchten auch andere Sinne angesprochen werden. Und eines der bedeutesten Sinnesorgane im Christentum sind wohl die Ohren. Denn zunächst wurden die Wunder und Erlebnisse von Jesus ja weitererzählt. Und darum gehe ich auch gerne in diesen Kirchraum. Immer wieder mit der Hoffnung, dass vielleicht auch hier ein Wunder geschieht. Und tatsächlich... es ist da. Die Herrlichkeit des Herren und das Wunder des Lebens. Und das Beste daran ist, dass man noch nicht einmal danach suchen muss. Sehen sie sich um.... das Wunder ist das Leben selbst. Und darum kann ich ihnen auch sagen, das in unserem Kirchraum und rund um den Altar auch  Leben ist. Das Leben in seiner Stille und in der Vielfältigkeit der Gottesdienste die wir in unserer Gemeinde feiern. 

Es sind nicht nur die normalen Sonntagsgottesdienste. Es sind die Gottesdienste mit Abendmahl, die Kindergottesdienste und die Mini-Gottesdienste. Es sind die Schulgottesdienste und die Andachten, die Gottesdienste mit Familien und zur feierlichen Konfirmation, zu Feiertagen und nicht zu vergessen, die hervorragenden Konzerte  Also herzlich Willkommen zu unseren Gottesdiensten. 

 

   

Der Altar als zentraler Tisch im Gottesdienstraum. Dort liegt die Bibel, das Buch der Bücher.

 

Auch das findet hier schon mal statt. Die Orgelwanderung. Man erkennt das an den Wanderschuhen und dem Wanderstab.

 

    

Passionszeit bis Karfreitag

In der Passionszeit sind die Farben der Altar- bzw. Kanzeltücher violet. Wie auch in der Vorbereitungszeit zu Weihnachten also im Advent. Ich besorge auch immer Kerzen in der entsprechenden Farbe. Während der Passonszeit steht auf dem Altar ein Holzkreuz und es wird auf größeren Blumenschmuck verzichtet. Das hat auch den Vorteil, dass man dann zu Ostern auch etwas mehr in den Blumenschmuck investieren kann. Bekanntlich sind ja auch die Kirchenkassen nicht mehr voll. Während am Gründonnerstag die liturgischen Gewänder weiß sind, wird für Karfreitag dann wieder umgerüstet. Es ist schwarz angesagt. Dann wird der Altar auch mit einem dunklen Tuch bedeckt. In der Osternacht kommt dann wieder mehr Licht in die Kirche und Ostern ist Weiß die liturgische Farbe.

 

 

Altar im Herbst

Altar im Herbst

Wer kennt es nicht: "Im Herbst da fallen die Blätter -

Donnerwetter-. Im Frühling sind sie wieder dran -Sieh mal an-"

Wir alle wissen es. Wenn im Herbst die Blätter fallen, weiß man manchmal gar nicht wohin damit. Einen kleinen Teil meiner Blätter, handerlesen und Hundekotfrei, sammle ich bei mir zu Hause vom wilden Wein, um sie als Deko um den Altar zu legen. Ich finde das das immer schön aussieht und es paßt zur Jahreszeit.

 

 

"Ich will dich segnen...und du sollst ein Segen sein"  Genesis 12,2

 

 

 

 

Christuskirche Hangelar in Sankt Augustin-Hangelar | Kuester(at)Christuskirche-Hangelar.de